Neubau Marstall Zeitz
Im Schlosskomplex der Moritzburg in Zeitz wurde der Neubau eines Verwaltungsgebäudes mit Lagerflächen und Besucherzentrum konzipiert. Das Projekt ist Teil der städtebaulichen und funktionalen Weiterentwicklung des historischen Schlossareals.
Die Schlossanlage ist als umlaufend befestigtes Ensemble mit Wallgraben ausgebildet und wird über das Torhaus im Osten erschlossen. Der äußere Schlosshof wird südlich durch den Dom geprägt, während die nördliche Raumkante durch den teilweisen Verlust des historischen Marstalls bislang unvollständig ausgebildet ist. Der Neubau greift diese Situation auf und schließt die bestehende bauliche Lücke am nordwestlichen Rand des Schlossareals.
Der Entwurf orientiert sich in Volumen, Lage und Ausrichtung am historischen Marstall. Der linear ausgebildete Baukörper mit leichtem Knick folgt dem ehemaligen „Fußabdruck“ des Vorgängerbaus und stellt die räumliche Fassung des Schlosshofes wieder her. Auf diese Weise wird die städtebauliche Ordnung des Ensembles gestärkt und die räumliche Wirkung des Hofes neu gefasst.
Das Gebäude ist für die Nutzung als Verwaltungsgebäude mit ergänzenden Lagerflächen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen konzipiert. Die Erschließung erfolgt in enger Verzahnung mit den bestehenden Wegen und Freiräumen des Schlossareals. Die neue Freiraumgestaltung im äußeren Schlosshof ermöglicht eine umlaufende Zirkulation und berücksichtigt die topografischen Höhenunterschiede im Bereich des ehemaligen Marstalls.
Auftraggeber des Projekts ist die Stadt Zeitz.
Bauort
Projekt Details
Planung
- HOAI Leistungsphasen 1-3
- Generalplaner
Zeitraum
- Planung: 2019-2021
Projektdaten
- BGF: 2.500 m²
- Baukosten: 9,48 Mio.€ (brutto)